Führung (17.30 Uhr) und Vortrag (19.00 Uhr)
Die meisten mittelalterlichen Burgen zwischen Nord- und Ostsee sind aufgrund ihrer für die norddeutsche Tiefebene typischen hölzernen Bauweise längst vergangen und nur noch schwer zu erkennen. Die Burg Linau im Nordwesten des Herzogtums Lauenburg zählt zu den wenigen bekannten Beispielen, die mit sichtbaren steinernen Überresten aufwarten können.
Entgegen der hartnäckigen Behauptung, Burg Linau sei nur ein berüchtigtes Raubritternest gewesen, berichten die historischen Quellen über die wechselvolle Geschichte eines seinerzeit durchaus angesehenen Rittergeschlechts und dessen Stammsitz.
Eine von der Gemeinde Linau getragene Restaurierungsmaßnahme mit baubegleitenden Untersuchungen durch das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) 2018/2019 gestattete seltene und durchaus überraschende Einblicke in das Bodenarchiv.
Prof. Dr. Joachim Reichstein, ehem. Leiter des ALSH, und Dipl.-Prähist. Eicke Siegloff, Leiter der archäologischen Untersuchungen, bringen nun historische und archäologische Quellen zusammen und erläutern heutigen Zustand und Erkenntnisse zu einer besonderen Burg des Mittelalters in Schleswig-Holstein.
Anmeldung für die Führung (17.30 Uhr) unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542/87000. Der Treffpunkt wird bekannt gegeben. Eine Anmeldung für den Vortrag um 19.00 Uhr im Gemeindezentrum ist nicht notwendig.
Eine Kooperation mit der Gemeinde Linau.
http://www.stiftung-herzogtum.de